01.4 Materialien, Chemikalien und Additive im Reifen
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KonzernnormTL 774Ausgabe 2013-10Klass.-Nr.:57341Schlagwörter:Kühlmittelzusatz, Ethylenglykol, Glycerin, Gefrierpunkterniedrigung, Siedepunkterhöhung,Korrosionsschutz, Ready to use-KühlmittelKühlmittelzusatz auf Ethylenglykolbasis Werkstoffanforderungen6 Ausführungen: C, F, G, H, J, K Frühere AusgabenTL 774: 1973-05, 1974-07, 1975-10, 1976-06, 1977-06, 1979-09, 1980-12, 1982-04, 1983-12,1984-03, 1988-11, 1989-11, 1990-08, 1994-09, 1996-11, 1999-07, 2002-02, 2002-10, 2004-06,2005-10, 2008-06, 2008-11, 2009-10, 2010-08, 2012-09, 2012-11ÄnderungenGegenüber der TL 774: 2012-11 wurden folgende Änderungen vorgenommen:–Ausführung K zugefügt AnwendungsbereichDiese Technische Lieferbedingung legt die Werkstoffanforderungen an Kühlmittelzusatz auf Ethy‐lenglykolbasis und Ethylenglykol-/Glycerinbasis fest.BezeichnungBeispiel für einen violetten Kühlmittelzusatz:Kühlmittelzusatz nach TL 774-GAnforderungenGrundsätzliche AnforderungenGenehmigung von Erstlieferung und Änderung nach VW 01155.123 3.1Norm vor Anwendung auf Aktualität prüfen.Die elektronisch erzeugte Norm ist authentisch und gilt ohne Unterschrift.Seite 1 von 15Alle Rechte vorbehalten. Weitergabe oder Vervielfältigung ohne vorherige Zustimmung einer Normenabteilung des Volkswagen Konzerns nicht gestattet.© Volkswagen AktiengesellschaftVWNORM-2012-05pSeite 2TL 774: 2013-10Schadstoffvermeidung nach VW 91101.Für eine Beurteilung sind vom Hersteller dem Labor Betriebsstoffe 60 l anzuliefern.Diagramme über die wichtigsten physikalischen Eigenschaften von Kühlmittelmischungen sind in der internen Arbeitsmappe …Produktive Betriebsstoffe“ enthalten und können im Labor Betriebsstof‐fe angefordert werden.MischbarkeitDie Kühlmittelzusätze der jeweiligen Ausführungen müssen untereinander ohne Verschlechterung der Gebrauchseigenschaften in jedem Verhältnis mit allen Kühlmitteln der gleichen Ausführung mischbar gerfähigkeitIn nicht angebrochener Originalverpackung muss die Lagerfähigkeit bei -30 °C bis +50 °C > 1 Jahr betragen.Ausführungen TL 774-C[G11] Für alle Motoren einschließlich Leichtmetall-Motoren. Einfärbung blaugrün (darf nicht mehr für die Erstbefüllung von Konzernfahrzeugen eingesetzt werden).TL 774-F[G12+] Für alle Motoren einschließlich Voll-Aluminium-Motoren. Einfärbung violett (darf nicht mehr für die Erstbefüllung von Konzernfahrzeugen eingesetzt werden).TL 774-G[G12++] Für alle Motoren einschließlich Voll-Aluminium-Motoren. Einfärbung violett.TL 774-H[G12++Di] Nur für Motoreneinlaufstände. Einfärbung farblos.TL 774-J[G13] Für alle Motoren einschließlich Voll-Aluminium-Motoren. Einfärbung violett.TL 774-K[G16] Für alle Motoren einschließlich Voll-Aluminium-Motoren. Einfärbung gelb.3.23.33.4 3.4.13.4.23.4.33.4.43.4.53.4.6Seite 3TL 774: 2013-10 Normteil-Nummern3.5–TL 774-C, blaugrün N 052 774 C0–TL 774-F, violett N 052 774 F0–N 052 774 F1 (nur für Porsche1))–TL 774-G, violett N 052 774 G0–TL 774-G, violett N 052 774 G1 (Mischung aus 40 % N 052 774 G0 und60 % Wasser nach TL 52541). Nur für Erstbefüllung.–N 052 774 G5 (Mischung aus 50 % N 052 774 G0 und50 % Wasser entsprechend TL 52541).–TL 774-H, farblos N 052 774 H0–N 052 774 H4 [Mischung aus (40 ± 3) % N 052 774 H0und 60 % Wasser nach TL 52541].–N 052 774 H5 [Mischung aus (50 ± 3) % N 052 774 H0und 50 % Wasser nach TL 52541].–TL 774-J, violett N 052 774 J0 (G13, Konzentrat)–N 052 774 J1 (G13, Konzentrat nur für BHKW2))–N 052 774 J2 (Mischung aus 40 % N 052 774 J1 und60 % Wasser). Nur für BHKW2).–N 052 774 J3 (Mischung aus 20 % N 052 774 J1 und80 % Wasser). Farblos. Nur für BHKW2).–N 052 774 J4 (Mischung aus 40 % N 052 774 J0 und60 % Wasser nach TL 52541). Nur für Erstbefüllung.–N 052 774 J5 (Mischung aus 50 % N 052 774 J0 und50 % Wasser entsprechend TL 52541)–N 052 774 JA (G13, Konzentrat)–N 052 774 JB (Mischung aus 40 % N 052 774 JA und60 % Wasser nach TL 52541)–N 052 774 JC (Mischung aus 50 % N 052 774 JA und50 % Wasser entsprechend TL 52541)–N 052 774 JD (G13, Konzentrat)–N 052 774 JE (Mischung aus 40 % N 052 774 JD und60 % Wasser nach TL 52541)–N 052 774 JF (Mischung aus 50 % N 052 774 JD und50 % Wasser entsprechend TL 52541)–N 052 774 JG (G13, Konzentrat)–N 052 774 JH (Mischung aus 40 % N 052 774 JG und60 % Wasser nach TL 52541)–N 052 774 JJ (Mischung aus 50 % N 052 774 JG und50 % Wasser entsprechend TL 52541)1)Darf aufgrund unterschiedlicher Entschäumerkomponenten nicht in Volkswagen Konzern-Fahrzeugen verwendet werden.Seite 4TL 774: 2013-10–N 052 774 JK (G13, Konzentrat)–N 052 774 JL (Mischung aus 40 % N 052 774 JK und 60 % Wasser nach TL 52541)–N 052 774 JM (Mischung aus 50 % N 052 774 JK und 50 % Wasser entsprechend TL 52541)–N 052 774 JN (G13, Konzentrat)–N 052 774 JP (Mischung aus 40 % N 052 774 JN und 60 % Wasser nach TL 52541)–N 052 774 JQ (Mischung aus 50 % N 052 774 JN und 50 % Wasser entsprechend TL 52541)–TL 774-K, gelbN 052 774 K0 (“Ready to use”-Kühlmittel).Lieferantenunabhängige Teilenummer für die Kühlmit‐telgeneration G16–N 052 774 K1 (“Ready to use”-Kühlmittel).Lieferantenabhängige Teilenummer für die Kühlmittel‐generation G16; Entwicklungspartner Firma A –N 052 774 K2 (“Ready to use”-Kühlmittel).Lieferantenabhängige Teilenummer für die Kühlmittel‐generation G16; Entwicklungspartner Firma B –N 052 774 K3 (“Ready to use”-Kühlmittel).Lieferantenabhängige Teilenummer für die Kühlmittel‐generation G16; Entwicklungspartner Firma CBaumustergenehmigungKühlmittelzusätze sind baumustergenehmigungspflichtig .Verantwortlich für die Volkswagen AG:GQL-B/2FreigabeablaufFür eine Laborfreigabe im Zuge einer Baumusterfreigabeprüfung sind vom Kühlmittelhersteller dem Volkswagen Labor Betriebsstoffe 10 Liter des nach Serienbedingungen gefertigten Produktes mit Erstmusterprüfbericht vorzulegen. Für eine Baumusterprüfung sind weitere Prüfungen, wie Funktionsversuche und Fahrerprobungen erforderlich. Hierfür werden ca. 800 Liter Kühlmittelkon‐zentrat benötigt. Für die Erteilung der Baumustergenehmigung sind neben der Laborfreigabe Mo‐torprüfstandsversuche sowie eine Fahrzeugerprobung (Flottentest) erforderlich.Für die Aufmischung des Erstmusters (z. B. Reblend) dürfen nur geprüfte und freigegebene Vor‐produkte (Glykole, Glycerine, Additive etc.) verwendet werden.Die Beurteilungsaussage erlischt automatisch 3 Jahre nach Erteilung der Freigabe sowie bei Än‐derung der Formulierung der Kühlmittelzusätze.Bei regelmäßigen Lieferungen und Nachweisen der Qualitätskontrolle gemäß Prüfplan bleibt die Freigabe bestehen. Bei jeder Lieferung erhält die Qualitätssicherung des bestellenden Werkes ein Werksprüfzeugnis (nach Muster). Das Werksprüfzeugnis umfasst die Herstell- und3.642)Darf aufgrund höherer Mengen an Färbemittel nicht in Volkswagen Konzern-Fahrzeugen verwendet werden.Seite 5TL 774: 2013-10 Chargennummer sowie Prüfwerte gemäß Prüfplan gemäß Tabelle 1. Zusätzlich ist jedes Jahr so‐wie alle drei Jahre ein Prüfbericht gemäß Tabelle 1 dem Volkswagen Labor Betriebsstoffe vorzule‐gen.Tabelle 1 – PrüfplanDer Lieferant hat sicherzustellen, dass jede Liefercharge die in dieser Technischen Lieferbedin‐gung festgelegten Anforderungen erfüllt. Jedes Vorprodukt ist vor Verwendung für die Aufmi‐schung des Endproduktes zu prüfen. Werden beim Lieferanten des Kühlmittelzusatzes aus der Gesamtmenge einer Herstellcharge eine oder mehrere zeitlich von einander getrennte Teilmengen entnommen und an den Besteller ausgeliefert oder zwischengelagert, so wird jede Teilmenge als eigene Abfüllcharge bezeichnet und zusätzlich zur Herstellberichtsnummer mit einer Chargennum‐mer gekennzeichnet.Bei Anlieferung als Fassware sind nur saubere Fässer zu verwenden. Bei Containeranlieferungen sind die Behältnisse vor Befüllung geeignet zu reinigen. Entsprechende Reinigungszertifikate sind bei Bedarf vorzulegen.Die Serieneingangskontrolle / -analytik in den einzelnen Standorten erfolgt nach dem Technischen Qualitätsstandard (TQS) …Einlagerung und Befüllung von Kühlmittelzusätzen und Scheibenreini‐gungsflüssigkeiten“.Änderungen der Formulierung, des Herstellungsverfahrens und der Verlagerung des Produktions‐ortes, sowie Änderungen beim Vorlieferanten sind dem Volkswagen Labor Betriebsstoffe und der zuständigen Entwicklungsfachabteilung mitzuteilen und machen eine erneute Bemusterung und schriftliche Freigabe erforderlich. Bei Entzug der Freigabe ist der Lieferant verpflichtet, diese Infor‐mation an betroffene Teile-Lieferanten des Volkswagen Konzerns sowie den möglichen Rebrand‐nehmern des BMG-freigegebenen Produktes weiterzugeben.Zusammensetzung und FarbeSiehe Tabelle 2.Tabelle 2 – (Kühlmittelkonzentrate)Nr.Eigenschaft Einheit AnforderungTL 774-C TL 774-F TL 774-G TL 774-H TL 774-J1Ethylenglykol(1,2-Ethandiol)Gew.-%Rest2Glycerin(1,2,3-Propantriol)Gew.-%nicht zugelassen10 bis 40(nachMuster)5Seite 6TL 774: 2013-10a)Nitro-Aromate sind ebenfalls nicht zugelassen.b)Der verwendete Farbstoff muss temperaturstabil sein und darf den Korrosionsschutz nicht verschlechtern.6Weitere EigenschaftenSiehe Tabelle 3.Seite 7TL 774: 2013-10 Tabelle 3Seite 8TL 774: 2013-10Korrosions- und KavitationsverhaltenNach den Richtlinien der Forschungsvereinigung Verbrennungskraftmaschinen e. V., im folgenden FVV genannt und Abschnitt 10.7.Verhalten im SchwingversuchDie Konzentration beträgt 20 % und 40 % Volumenanteile des Kühlmittelzusatzes. SieheTabelle 4.Tabelle 4Metall Medium Normierter GewichtsverlustTL 774-C TL 774-F TL 774-G TL 774-H TL 774-J Aluminium frisch≤ 1,2≤ 2,0Grauguss frisch≤ 0,10≤ 0,15Normierter Gewichtsverlust:Gewichtsverlust im Prüfmedium Gewichtsverlust in Wasser mit 10°dH6.1 6.1.1Seite 9TL 774: 2013-10Verhalten im dynamischen Korrosionstest (VW-Heißtestanlage) sowie visueller Befund gemäß den Richtlinien der FVV, Heft R 443 (Ausgabe 1986)Ausführung CKonzentration siehe Tabelle 5.Tabelle 5Volumenanteil des Kühlmittelzusatzes:20 %40 %Metall Medium Gewichtsverlust in mgAluminium Deionat, frisch ≤ 50≤ 20Wasser, 10°dH, frisch≤ 50≤ 20GraugussDeionat, frisch ≤ 40≤ 20Wasser, 10°dH, frisch≤ 40≤ 20Zulässig nur Flächenkorrosion, nicht Lochkorrosion.Ausführung F, G, H und JKonzentration siehe Tabelle 6.Tabelle 6Volumenanteil des Kühlmittelzusatzes:20 %40 %Metall Medium Gewichtsverlust in mgAluminium Deionat, frisch ≤ 100≤ 40Wasser, 10°dH, frisch≤ 80≤ 30GraugussDeionat, frisch ≤ 80≤ 40Wasser, 10°dH, frisch≤ 60≤ 30Zulässig nur Flächenkorrosion, nicht Lochkorrosion.Verhalten im dynamischen Korrosionstest (VW-Heißtestanlage) nach Wasserreinigung Ausführung F, G, H und JKonzentration siehe Tabelle 7.Tabelle 7Volumenanteil des Kühlmittelzusatzes:20 %40 %Metall Medium Gewichtsverlust in mgAluminium Deionat, frisch ≤ 20≤ 5Wasser, 10°dH, frisch≤ 25≤ 10GraugussDeionat, frisch ≤ 20≤ 5Wasser, 10°dH, frisch≤ 20≤ 106.1.26.1.2.16.1.2.26.1.3 6.1.3.1Seite 10TL 774: 2013-10Zulässig nur Flächenkorrosion, nicht Lochkorrosion.Restsilikatgehalt nach nochmaligem dynamischen Korrosionstest (VW-Heißtestanlage),nur Ausführung C, G, H und JDie Konzentration beträgt 40 % Volumenanteile des Kühlmittelzusatzes.Der FVV-Heißtest wird mit derselben Flüssigkeit, jedoch einer neuen Al-Probe wiederholt. Nach dem 2ten Durchlauf wird nicht der Abtrag der Al-Probe gemessen. Hier ist der Restsilikatgehalt in der Flüssigkeit entscheidend.Restsilikatgehalt: nach Muster Verhalten in der Kavitationskammer (Klopfkammer) gemäß den Richtlinien der FVV,Heft R 530 (Ausgabe 2005)Siehe Tabelle 8.Tabelle 8Metall KonzentrationGewichtsverlust, mg/ProbeTL 774-CTL 774-FTL 774-GTL 774-HTL 774-JProben der Kavi‐tationskammer 20 Vol.-%nach MusterProbenkörper des Probenpa‐ketesProben der Kavi‐tationskammer 40 Vol.-%nach MusterProbenkörper des Probenpa‐ketes Verhalten im Korrosionsversuch unter Wärmedurchgang (FVV-Heißtest, MHTA) gemäßden Richtlinien der FVV, Heft R 530 (Ausgabe 2005)Versuch mit ionengetauschtem Wasser gemäß den Richtlinien der FVV, Heft R 530(Ausgabe 2005), Anhang A 1.1Siehe Tabelle 9.Tabelle 9Metall KonzentrationGewichtsverlust, mg/ProbeTL 774-CTL 774-FTL 774-GTL 774-HTL 774-JProben der Heißkammer 40 Vol.-%nach MusterProbenkörper des Probenpa‐ketes6.1.46.1.56.1.66.1.6.1Versuch mit synthetisch hartem Wasser gemäß den Richtlinien der FVV, Heft R 530(Ausgabe 2005), Anhang A 1.2Siehe Tabelle 10.Tabelle 10Metall KonzentrationGewichtsverlust, mg/ProbeTL 774-CTL 774-FTL 774-GTL 774-HTL 774-JProben der Heißkammer 40 Vol.-%nach MusterProbenkörper des Probenpa‐ketesAnforderungen an das Mischwasser für die Erstbefüllung und …Ready to use“-KühlmittelDas Mischwasser für den Ansatz mit Kühlmittelzusätzen muss Trinkwasserqualität (Wasser, das als Lebensmittel für den menschlichen Verzehr sowie Wasser, das für andere besondere hygieni‐sche Sorgfalt erfordernde Verwendungszwecke bestimmt ist) entsprechen, siehe Tabelle 11. Die ausschließliche Verwendung von VE-Wasser ist nicht zulässig.Tabelle 11Eine Mischung aus Trinkwasser und VE-Wasser zur Einhaltung der unter Tabelle 11 geforderten Werte ist zulässig. Siehe hierzu auch TL 52541, Wasser als Mischwasser für die Erstbefüllung.Anforderungen an die GlycerinqualitätenDie für den Einsatz in Kühlmittel verwendeten Glycerinqualitäten müssen grundsätzlich über Destil‐lation vorgereinigt sein und aus folgenden Quellen stammen: Recycling (z. B. Speisefettaufberei‐tung), Tierkadaververwertung oder aus der Biodieselgewinnung (Einsatz nachwachsender Roh‐stoffe). Die entsprechend Tabelle 12 dargestellten Anforderungen an das verwendete Glycerin müssen vom Kühlmittellieferanten eingehalten und regelmäßig dokumentiert werden.6.1.6.27 8Tabelle 12Anforderungen an …Ready to use“-KühlmittelGrundsätzlich dürfen …Ready to use“-Kühlmittel nur aus freigegebenen Kühlmittelzusätzen mit BMG sowie mit Mischwassergüten entsprechend TL 52541 hergestellt werden. Die Inhibierung (sowohl organische wie anorganische Additive) müssen entsprechend der Vorgabe mindestens der Hälfte des Kühlmittelkonzentrates entsprechen. …Ready to use“-Kühlmittel sind gesondert durch GQL-B freizugeben.Weitere Anforderungen siehe Tabelle 13.Tabelle 139Prüfungshinweise Freies WasserBestimmung nach Karl Fischer.KorrosionsschutzDie organischen Korrosionsschutzinhibitoren (Mono-/Dikarbonsäuren) bilden auf der Metalloberflä‐che molekulare Schutzschichten, die durch eine chemische Reinigung völlig zerstört werden. Aus diesem Grund ist vor der chemischen Reinigung eine Wasserreinigung vorzusehen.Danach wird mit Aceton gespült und im Trockenschrank 1 h bei 100 °C getrocknet.Anschließend (nach Abkühlen) wird gewogen.Nach dieser so genannten Wasserreinigung wird wie üblich verfahren (chemische Reinigung und Wägung).AluminiumlegierungenDie nach ASTM D1384 verwendete Al-Legierung nach SAE 329 wird durch AlSi6Cu4 nach TL 023ersetzt.Die ASTM-Kette wird auf der Stahl-Aluminium-Seite um folgende Aluminium-Legierungen erwei‐tert: AlSi12; AlMn.Für den Einsatz in Audi-Motoren wird die Al-Legierung nach TL 023 durch AlSi10Mg(Cu) ausge‐tauscht.Anlauffarben sind zugelassen, soweit es sich nicht um Korrosionsprodukte handelt.Lochfraß ist nicht zulässig.Schaumbildung50 ml eines 33 Vol.-%igen Kühlmittelzusatzes in destilliertem Wasser werden in einem 100 ml Schüttelzylinder 1 Minute geschüttelt.Mit derselben Lösung wird der Test nacheinander bei 20 °C, 80 °C und wieder bei 20 °C durchge‐führt.Die Schaummenge wird jeweils sofort nach der Prüfung und nach 1 Minute angegeben.10 10.110.210.310.4StabilitätAbweichend von ASTM D4340 wird synthetisch hartes Wasser nach den Richtlinien der FVV, Heft R 530 (Ausgabe 2005), Anhang A 1.2 eingesetzt.Die Konzentration beträgt 40 Vol.-%.Abweichend von der oben genannten ASTM-Norm wird bei der Überprüfung der Langzeitstabilität (nur Ausführung J) die Prüfdauer auf 1000 h erhöht.Temperatur-Verlauf über 30 hDer Temperaturanstieg über 30 h Prüfung sollte nicht über 10 °C betragen, beginnend nach 30min.Beispiel:nach 30 min 147 °C nach 30 h ≤ 157 °CKorrosions- und KavitationsverhaltenPrüfungsdurchführung nach den Richtlinien der FVV (Heft R 443, 1986).Bei Muster- und Erstlieferungen ist der komplette Prüfbericht nach FVV vorzulegen, nicht jedoch bei den monatlichen Prüferzeugnissen.SchaumrückbildungsvermögenAbweichend von der PV 1474 wird eine Mischung aus 40 Vol.-% des zu prüfenden Kühlmittelzu‐satzes und 60 Vol.-% destilliertem Wasser eingesetzt.Mitgeltende UnterlagenDie folgenden in der Norm zitierten Dokumente sind zur Anwendung dieser Norm erforderlich:PV 1426Kühlmittelzusätze / Scheibenreiniger; Prüfung der Silikat- und Hartwas‐serstabilitätPV 1432Kühlmittelzusätze; Prüfung der Schutzwirkung gegen Spaltkorrosion PV 1474Scheibenreinigungsflüssigkeiten; Prüfung des Schaumrückbildungsver‐mögensTL 023Aluminium Gusslegierung; WerkstoffanforderungenTL 52541Wasser als Mischwasser für die Erstbefüllung; Werkstoffanforderungen VW 01155Fahrzeug-Teile; Genehmigung von Erstlieferung und Änderung VW 91101Umweltnorm Fahrzeug; Fahrzeugteile, Werkstoffe, Betriebsstoffe;SchadstoffvermeidungASTM D1120Prüfung von Kühlmitteln für Motoren; Bestimmung der Siedetemperatur ASTM D1121Prüfung von Frostschutzmitteln, Rostschutzmitteln und Kühlmitteln; Be‐stimmung der potentiellen Alkalität10.5 10.610.710.811ASTM D1177Bestimmung des Erstarrungspunktes von wässrigen Kühlmitteln für Mo‐torenASTM D1287Prüfung von Motorfrostschutzmitteln, Rostschutzmitteln und Kühlmitteln;Bestimmung des pH-WertesASTM D1384Korrosionsprüfung von Kühlmitteln für Motoren im Glasbecher unter kon‐trollierten LaborbedingungenASTM D1882Wirkung der in Kühlmittellösungen verwendeten Chemikalien auf Auto‐decklackASTM D4340Korrosionsverhalten von Aluminiumgußlegierungen gegenüber Motor‐kühlmitteln unter dem Einfluß von WärmeDIN 51360-2Prüfung von Kühlschmierstoffen; Bestimmung der Korrosionsschutzei‐genschaften von wassergemischten Kühlschmierstoffen; Späne/Filtrier‐papier-VerfahrenDIN 51405Prüfung von Mineralöl-Kohlenwasserstoffen, verwandten Flüssigkeitenund Lösemitteln für Lacke und Anstrichstoffe - GaschromatographischeAnalyse - Allgemeine ArbeitsgrundlagenDIN 51423-1Prüfung von Mineralölen - Teil 1: Messung der relativen Brechzahl mitdem PräzisionsrefraktometerDIN 51757Prüfung von Mineralölen und verwandten Stoffen - Bestimmung derDichteDIN 51777-1Prüfung von Mineralöl-Kohlenwasserstoffen und Lösemitteln; Bestim‐mung des Wassergehaltes nach Karl Fischer; Direktes VerfahrenDIN EN ISO 2719Bestimmung des Flammpunktes - Verfahren nach Pensky-Martens mitgeschlossenem TiegelISO 4406Fluidtechnik - Hydraulik-Druckflüssigkeiten - Zahlenschlüssel für denGrad der Verschmutzung durch feste Partikel。