PI_Y-Link

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Produktinformation zurBuskopplung Y-Link,Erzeugnisstand1EinleitungDiese Produktinformation enthält alle Informationen,die Sie für die Inbetriebnahmeder Buskopplung Y-Link benötigen.Die im Handbuch Buskopplung DP/PA,Ausgabe04(Stand02/2000)mit der Be-stellnummer6ES7157-0AA00-8XA0enthaltenen Angaben sind ohne Bedeutungfür die Buskopplung Y-Link.InhaltGültigkeitsbereichDiese Produktinformation ist gültig für das ProduktS IM157:6ES7157-0AA81-0XA0(ab Ausgabestand2bzw.FW-Version V3.3.0)S Y-Koppler:6ES7654-0YK00-0AB0S Busmodul BM IM157:6ES7195-7HE80-0XA0S Busmodul BM Y-Koppler:6ES7654-7HY00-0XA0S RS485-Repeater:6ES7972-0AA01-0XA0S Komplettpaket aus o.g.Komponenten:6ES7197-1LA00-0XA0Copyright2000by Siemens AGA5E00088086012Produktinformation zur Buskopplung Y-Link A5E00088086011Produktübersicht Y-Link /Y-KopplerDefinitionDie Buskopplung Y-Link besteht aus zwei IM 157,einem Y-Koppler und einem RS 485-Repeater.AnwendungsgebietDie Buskopplung Y-Link schafft einen Netzübergang von einem redundanten DP-Mastersystem zu einem einseitigen DP-Mastersystem.Damit können Geräte mit nur einer PROFIBUS DP Schnittstelle als geschaltete Peripherie an ein redundan-tes DP-Mastersystem angeschlossen werden.Das Y-Link ist nach “oben”(zum Automatisierungsgerät hin)ein DP-Slave und nach “unten”ein DP-Master.Nachfolgendes Bild zeigt die Einbindung des Y-Link in das SystemBild 1Einbindung des Y-Link im System Eigenschaften Y-LinkDas Y-Link hat folgende Merkmale:S Modularer Aufbau auf S7-300-Profilschiene mit aktivem RückwandbusS Alle Übertragungsgeschwindigkeiten von 9,6kBaud bis 12MBaud für das red-undante DP-MastersystemS Stoßfreies Umschalten des aktiven Kanals des redundanten DP-Mastersystems S Unterstützung von Anlagenänderungen im laufenden Betrieb an einer S7-400H S Diagnose über LEDs und über das Anwenderprogramm3Copyright 2000by Siemens AGA5E0008808601Eigenschaften Y-KopplerDer Y-Koppler hat folgende Merkmale:S Übertragungsgeschwindigkeiten von 187,5kBaud bis 1,5MBaud für das unter-lagerte DP-Mastersystem (unabhängig vom redundanten DP-Mastersystem)S Potentialtrennung zwischen unterlagertem DP-Mastersystem und Stromversor-gung über RS 485-RepeaterS Schutzart IP 20FunktionsweiseS Das Y-Link bildet das unterlagerte DP-Mastersystem als geschalteten DP-Slave auf das redundante DP-Mastersystem ab.S Der Y-Koppler und das unterlagerte DP-Mastersystem bilden ein eigenständi-ges Bussystem und arbeiten entkoppelt vom redundanten Bussystem.S Das Y-Link als DP-Slave am redundanten DP-Mastersystem wirkt bezüglich der Daten als Stellvertreter für die Teilnehmer am unterlagerten DP-Mastersystem.ProjektierungDas Y-Link kann mit STEP 7ab Version 5.1SP1projektiert werden.Eine Projektie-rung des Y-Kopplers ist nicht erforderlich.Für die Berechnung der Busparameter durch STEP 7werden die angeschlossenen Teilnehmer am unterlagerten DP-Mastersystem sowie das Y-Link selbst berück-sichtigt.Parametrierung der DP-SlavesDie Parametrierung der DP-Slaves im unterlagerten DP-Mastersystem erfolgt vom redundanten DP-Mastersystem über das Y-Link.4Produktinformation zur Buskopplung Y-Link A5E0008808601Konfigurationsmöglichkeiten und -einschränkungenEin redundantes DP-Mastersystem kann folgendermaßen durch Y-Links erweitert werden:S Die Anzahl der Y-Links an einem redundanten DP-Mastersystem ist nur be-schränkt durch die maximale Anzahl der Busteilnehmer von 126.S In jedem Y-Link ist nur ein Y-Koppler betreibbar.DP/PA-Koppler sind im Y-Link nicht betreibbar.S Die Teilnehmerzahl in jedem unterlagerten DP-Mastersystem ist beschränkt auf31.Die Summe der Steckplätze ist jeweils beschränkt auf 223.S Das Konfiguriertelegramm und die Nutzdatentelegramme des Y-Link setzen sich jeweils zusammen aus den Telegramminhalten der untergeordneten Sla-ves.Deshalb betragen die maximale Länge des Konfiguriertelegramms und die maximale Telegrammlänge für E/A-Daten für jedes Y-Link jeweils 244Byte.SET 200M sollte nicht über das Y-Link,sondern über IM 153am redundanten DP-Mastersystem angeschlossen werden SEine Kaskadierung von Y-Links ist nicht erlaubt.SQuerverkehr und Äquidistanz sind im unterlagerten DP-Mastersystem nicht möglich.5Copyright 2000by Siemens AGA5E00088086012Y-KopplerEigenschaftenDer Y-Koppler dient zur Anbindung des unterlagerten PROFIBUS DP an den DP-Master in der IM 157.Dieses DP-Mastersystem bietet folgende Möglichkeiten:S Anschluss von passiven DP-Normslaves ohne Erweiterung für Datensätze S Projektierung der DP-Slaves mit STEP 7S Übertragungsgeschwindigkeit von 187,5kBaud bis 1,5MBaud (bei 1,5MBaud beträgt die maximale Konsistenzlänge 1Wort)S Keine Potentialtrennung zwischen den DP-Master-Schnittstellen der IM 157Ein Betrieb des Y-Kopplers ohne IM 157ist nicht möglich.Anschlüsse des Y-KopplersDer Y-Koppler ist mit einer PROFIBUS DP Schnittstelle zum Anschluss des unter-lagerten DP-Mastersystems ausgestattet.Die Spannungsversorgung des Y-Kopplers wird über das Busmodul zugeführt.Bild 2PROFIBUS DP Schnittstelle des Y-Kopplers6Produktinformation zur Buskopplung Y-Link A5E00088086013Y-LinkDieses Kapitel beschreibt das Y-Link.Das Y-Link besteht aus zwei IM 157und ei-nem Y-Koppler,die über Busmodule miteinander verbunden sind,sowie einem RS 485-Repeater.Mengengerüst des Y-LinkDas Y-Link kann im Redundanzbetrieb an S7-400H eingesetzt werden.Tabelle 1Mengengerüst des unterlagerten DP-Mastersystems EigenschaftWertanschließbare DP-Slavesmax.31belegbare Steckplätze223(ein DP-Slave kann mehrere Steckplätze/Slots belegen)Telegrammlänge für Parametrierungmax.244Byte Kommunikationsverbindungen von PG/PCzu den DP-Slaves (Routing)max.10Verbindungen Tabelle 2Eigenschaften des Y-Link am redundanten DP-Mastersystem Eigenschaft WertTelegrammlänge für Diagnose 168Byte (bei Alarm 188Byte)Telegrammlänge für Parametrierung 18ByteTelegrammlänge für Konfigurierung:max.244ByteTelegrammlänge für Nutzdaten max.244Byte Ausgänge undmax.244Byte EingängeKommunikationsverbindungen von PG/PCzum Y-Linkmax.5Verbindungen Nutzdaten des Y-LinkDas DP-Nutzdatentelegramm des Y-Link ist abhängig von der Anzahl der projek-tierten DP-Slaves.Es setzt sich zusammen aus der Aneinanderreihung der Daten-blöcke der projektierten DP-Slaves.Die Datenblöcke sind nach aufsteigender DP-Adresse sortiert.Bei Ausfall eines DP-Slaves werden zuerst die zugehörigen Eingangsdaten im Nutzdatentelegramm des Y-Link rückgesetzt.Anschließend werden die entspre-chenden Informationen in das Diagnosetelegramm eingetragen.Bei Wiederkehr des DP-Slaves werden zuerst Infomationen in das Diagnosetele-gramm eingetragen.Einige DP-Zyklen später stehen dann die gültigen Eingangs-daten des DP-Slaves im Nutzdatentelegramm des Y-Link wieder zur Verfügung.7Copyright 2000by Siemens AGA5E0008808601Diagnosedaten der DP-SlavesDiagnosedaten der DP-Slaves werden nicht an das redundante DP-Mastersystem durchgereicht.Wenn im Diagnosetelegramm eines Slaves das externe Diagnosebit (Sammelfehlerbit)gesetzt ist,so wird im Diagnosetelegramm des Y-Link ebenfalls dieses Bit gesetzt (siehe Kapitel 5.5.2).Diagnosedaten ohne Sammelfehlerbit (wie z.B.Prozessalarme)werden nicht weitergemeldet.Kommunikationsverbindungen von PG/PC zu DP-SlavesVon einem PG/PC können gleichzeitig bis zu 10Kommunikationsverbindungen zu DP-Slaves aufgebaut werden.C2-Verbindungen können nicht vom unterlagerten zum redundanten DP-Master-system durchgereicht werden.Wenn solche Verbindungen nötig sind,muss das PG/PC am überlagerten DP-Mastersystem angeschlossen werden.Bei einer Umschaltung des aktiven Kanals von einer IM 157zur anderen werden alle Kommunikationsverbindungen von PG/PC zu den DP-Slaves automatisch ab-gebaut.8Produktinformation zur Buskopplung Y-Link A5E00088086014Montage und VerdrahtungKapitelübersicht4.1Y-Link montieren/demontierenEinleitungDas Y-Link kann nur auf den dazugehörigen Busmodulen aufgebaut werden.EinbauortDas Y-Link darf nur außerhalb von explosionsgefährdeten Bereichen montiert wer-den.Die Baugruppen des Y-Link sind offene Betriebsmittel.Das heißt,Sie dürfen das Y-Link nur in Gehäusen,Schränken oder in elektrischen Betriebsräumen aufbauen,wobei diese nur über Schlüssel oder ein Werkzeug zugänglich sein dürfen.Der Zugang zu den Gehäusen,Schränken oder elektrischen Betriebsräumen darf nur von unterwiesenem oder zugelassenem Personal erfolgen.EinbaulageDas Y-Link kann waagerecht und senkrecht eingebaut werden.KomponentenS Profilschiene für den Aufbau mit aktiven Busmodulen (”Profilschiene für Bau-gruppenwechsel im Betrieb”)S Busmodul BM IM 157S Busmodul BM Y-KopplerS 2x IM 157(beide IM 157müssen den gleichen Erzeugnisstand haben)S Y-KopplerS RS 485-RepeaterDie Bestellnummern für die Komponenten finden Sie im Kapitel 7.9Copyright 2000by Siemens AGA5E0008808601HinweisDie Busmodule für den Einsatz im Dezentralen Peripherigerät ET 200M dürfen für das Y-Link nicht eingesetzt werden.Der Einsatz dieser Busmodule kann zur Beschädigung der Baugruppen führen.Ziehen und Stecken von BaugruppenDas Ziehen und Stecken von Baugruppen ist im Redundanzbetrieb an S7-400H im laufenden Betrieb möglich.Dazu sind folgende Besonderheiten zu beachten:S Das Ziehen und Stecken einer IM 157ist nur im spannungslosen Zustand er-laubt.Dazu ist die DC 24V-Versorgung der IM 157abzuschalten.Um einen Ausfall des unterlagerten DP-Mastersystems zu vermeiden,sollte das Y-Link mit voneinander unabhängig schaltbaren Spannungsversorgungen für die bei-den IM 157aufgebaut werden (z.B.durch Verwendung von zwei Stromversor-gungsbaugruppen).S Das Ziehen und Stecken des Y-Kopplers ist uneingeschränkt möglich,führt je-doch zum Ausfall des unterlagerten DP-Mastersystems.Aufbau des Y-LinkDas folgende Bild zeigt den typischen Aufbau des Y-Link mit zwei Stromversor-gungsbaugruppen und geöffnetenFronttüren.Bild 3Aufbau des Y-LinkFür eine störungsfreie Montage ist oberhalb und unterhalb des Y-Links ein Frei-raum von jeweils 40mm einzuhalten.10Produktinformation zur Buskopplung Y-Link A5E0008808601Busmodule und Baugruppen montierenMontieren bzw.demontieren Sie die Busmodule im spannungslosen Zustand wie folgt:Busmodule und Baugruppen demontierenZur Demontage des Y-Link gehen Sie in umgekehrter Reihenfolge vor.4.2Potentialtrennung und ErdungKapitelübersichtEinleitungSie können die24V-Spannungsversorgung zur IM157je nach den ErfordernissenIhres Systemaufbaus sowohl als geerdeten als auch als erdfreien Aufbau verdrah-ten.EigenschaftenDie IM157weist folgende Eigenschaften auf:S IM157(S7-Rückwandbus)und24V-Spannungsversorgung sind galvanisch ge-bundenS IM157(DP-Schnittstelle)ist galvanisch getrennt zur24V-Spannungsversor-gung und zu IM157(S7-Rückwandbus)4.2.1Allgemeine Regeln und Vorschriften zum Betrieb des Y-LinkEinleitungDas Y-Link als Bestandteil von Anlagen bzw.Systemen erfordert je nach Einsatz-gebiet die Beachtung spezieller Regeln und Vorschriften.Dieses Kapitel gibt einenÜberblicküber die wichtigsten Regeln,die Sie für einegefahrlose Integration des Y-Link in eine Anlage bzw.System beachten müssen.Spezifischer EinsatzfallBeachten Sie die für spezifische Einsatzfälle geltenden Sicherheits-und Unfallver-hütungsvorschriften,z.B.die Maschinenschutzrichtlinien.NOT-AUS-EinrichtungenNOT-AUS-Einrichtungen gemäßIEC204(entspricht DIN VDE113)müssen in al-len Betriebsarten der Anlage bzw.des Systems wirksam bleiben.Anlauf der Anlage nach bestimmten EreignissenDie folgende Tabelle zeigt,worauf Sie beim Anlauf einer Anlage nach bestimmten Ereignissen achten müssen.Wenn ...dann ...Anlauf nach Spannungseinbruch bzw.-ausfallAnlauf des Y-Link nach Unterbre-chung der Buskommunikation dürfen keine gefährlichen Betriebszustände auftre-ten.Ggf.ist ”NOT-AUS”zu erzwingen!Anlauf nach Entriegeln der ”NOT-AUS”-EinrichtungAnlauf des Y-Link,ohne dass der DP-Master das Y-Link ansprichtdarf es nicht zu einem unkontrollierten oder nicht definierten Anlauf kommen.DC 24V-VersorgungDie folgende Tabelle zeigt,was Sie bei der 24V-Versorgung beachten müssen.Bei ...müssen Sie achten auf ...Gebäudenäußeren BlitzschutzBlitzschutzmaßnah-h (DC 24V-Versorgungs-leitungen,Signalleitungen inneren Blitzschutzmen vorsehen (z.B.Blitz-Duktoren)24V-VersorgungSchutzkleinspannung mit sicherer elektrischer Trennung (SELV)Schutz vor äußeren elektrischen EinwirkungenDie folgende Tabelle zeigt,was Sie zum Schutz vor elektrischen Einwirkungen bzw.Fehlern beachten müssen.Bei ...müssen Sie darauf achten,dass ...allen Anlagen bzw.Syste-men,in denen das Y-Link ein-gebaut ist...die Anlage bzw.das System zur Ableitung von elektro-magnetischen Störungen an den Schutzleiter angeschlos-sen ist.Anschluss-,Signal-und Bus-leitungen...die Leitungsführung und Installation korrekt sind.Signal-und Busleitungen...Leitungs-oder Aderbruch nicht zu undefinierten Zustän-den der Anlage bzw.des Systems führt.4.2.2Betrieb an geerdeter EinspeisungDefinition:Geerdete EinspeisungBei geerdeten Einspeisungen ist der Neutralleiter des Netzes geerdet.Ein einfa-cher Erdschluss zwischen einem spannungsführenden Leiter und Erde bzw.einemgeerdeten Teil der Anlage führt zum Ansprechen der Schutzorgane.Komponenten und SchutzmaßnahmenFür die Errichtung einer Gesamtanlage sind verschiedene Komponenten undSchutzmaßnahmen vorgeschrieben.Die Art der Komponenten und der Verbindlich-keitsgrad der Schutzmaßnahmen ist abhängig davon,welche DIN VDE-Vorschriftfür Ihren Anlagenaufbau gilt.S Hauptschalter(Im Bild4,¡):DIN VDE0100Teil460S Trenner(Im Bild4,¡):DIN VDE0113Teil1Y-Link an geerdeter EinspeisungBild4zeigt die Stellung des Y-Link im Gesamtaufbau bei Einspeisung aus einemTN-S-Netz.Beim Aufbau des Y-Link mit geerdetem Bezugspotential werden auftre-tende Störströme zum Schutzleiter abgeleitet.Anmerkung:Die dargestellte Anordnung der Versorgungsanschlüsse entsprichtnicht der tatsächlichen Anordnung;sie wurde aus Gründen derÜbersichtlichkeitgewählt.Bild4Y-Link an geerdeter Einspeisung betreiben4.2.3Betrieb mit ungeerdetem BezugspotentialAnwendungIn ausgedehnten Anlagen kann die Anforderung auftreten,das Y-Link(z.B.wegenErdschlussüberwachung)mit ungeerdetem Bezugspotential aufzubauen.Dies istz.B.in der chemischen Industrie oder in Kraftwerken der Fall.Störströme ableitenBeim Aufbau des Y-Link mit ungeerdetem Bezugspotential werden auftretendeStörströmeüber RC-Netzwerke,die in der IM157und im RS485-Repeater inte-griert sind,zum Schutzleiter abgeleitet(siehe Bild5und6).Bild5Aufbau der IM157mit ungeerdetem BezugspotentialBild6Aufbau des RS485-Repeaters mit ungeerdetem Bezugspotential4.3Y-Link verdrahtenKapitelübersicht4.3.1Anschlüsse des Y-LinkDas folgende Bild zeigt alle Verbindungen,die vom und zum Y-Link hergestellt wer-den müssen:Bild7Anschlüsse des Y-LinkRedundantes DP-MastersystemSie können das Y-Link an allen DP-Mastern betreiben,die für redundante DP-Mastersysteme an S7-400H geeignet sind.UnterstützteÜbertragungsraten aufPROFIBUS DP finden Sie in Kapitel6.1.4.3.2Spannungsversorgung anschließenIm Y-Link sind Spannungsversorgungen für folgende Komponenten nötig:S Für beide IM157S Für den RS485-RepeaterBenötigtes WerkzeugZum Anschließen der Spannungsversorgung benötigen Sie einen Schraubendre-her mit3mm Klingenbreite.NetzteilSie dürfen nur Netzteile vom Typ SELV mit sicherer elektrisch getrennter Funkti-onskleinspannung(≤DC60V)verwenden.Sichern Sie die24V-Versorgung jeder IM157mit maximal5A ab(z.B.durch eineSchmelzsicherung T5A).Spannungsversorgung für IM157Die4-polige Schraubklemme für die24V-Spannungsversorgung befindet sich ander IM157hinter der Fronttür unten.Die Anschlüsse haben folgende Bedeutung:M L+ M Funktionserdelösbare Brücke für den erdfreien Aufbau(siehe Kapitel4.2.3)Masse+24V DC MasseBild8Spannungsversorgung für IM157Der maximale Anschlussquerschnitt beträgt2,5mm2.Eine Zugentlastung ist nichtvorhanden.VorgehensweiseZum Anschließen der24V-Spannungsversorgung an der4-poligen Schraub-klemme der IM157gehen Sie folgendermaßen vor:1.Isolieren Sie das Kabel und die einzelnen Adern für die24V-Spannungsversor-gung ab.2.Befestigen Sie die einzelnen Adern in der Schraubklemme.Spannungsversorgung für RS485-RepeaterSiehe Handbuch Dezentrales Peripheriesystem ET200.4.3.3PROFIBUS DP anschließenFür das Y-Link sind folgende PROFIBUS DP-Anschlüsse nötig:S Redundantes DP-Mastersystem an beiden IM157S Verbindung vom Y-Koppler zum RS485-RepeaterS Unterlagertes DP-Mastersystem am RS485-RepeaterBenötigtes WerkzeugZum Befestigen des Busanschluss-Steckers an die IM157benötigen Sie einenSchraubendreher mit3mm Klingenbreite.Buskabel und Anschluss-SteckerVerwenden Sie für PROFIBUS DP nur das im Kapitel7angegebene Zubehör.Alle nötigen Angaben zur Handhabung von Buskabeln und Anschluss-Steckernfinden Sie im Handbuch Dezentrales Peripheriesystem ET200.Verbindung vom Y-Koppler zum RS485-RepeaterFür die Verbindung vom Y-Koppler zum RS485-Repeater benötigen Sie ein Kabelmit einem Busanschluss-Stecker und einem offenen Ende.Die zulässige Längedieses Kabels beträgt maximal0,5m.Die Busabschlusswiderstände am Busanschluss-Stecker und am RS485-Repea-ter(Bussegment1)müssen zugeschaltet werden.5Inbetriebnahme und DiagnoseVoraussetzungen für die InbetriebnahmeBevor Sie die IM157in Betrieb nehmen:S Sie haben das Y-Link aufgebaut und verdrahtet wie im Kapitel4beschrieben.S Sie haben das H-System und das redundante DP-Mastersystem vollständig aufgebaut.PROFIBUS DP ist betriebsbereit.S Sie haben das unterlagerte DP-Mastersystem vollständig aufgebaut und am RS485-Repeater angeschlossen.PROFIBUS DP ist betriebsbereit.Kapitelübersicht5.1Projektierung mit STEP7Das Y-Link und die unterlagerten DP-Slaves werden in STEP7projektiert.Schritt Tätigkeit1Starten Sie STEP7undöffnen Sie in HW-Konfig eine SIMATIC H-Station.2Falls die gewünschten DP-Slaves nicht direkt projektierbar sind(siehe Kapi-tel8),kopieren Sie die zugehörigen GSD-Dateien in das STEP7-Verzeichnis...STEP7\S7DATA\GSD und wählen Sie in HW-Konfig den Menübefehl Extras>Katalog aktualisieren.Folge:Die DP-Slaves werden im Hardwarekatalog im VerzeichnisPROFIBUS DP\Weitere Feldgeräte angezeigt.3Ziehen Sie aus dem Hardwarekatalog aus dem VerzeichnisPROFIBUS-DP\DP/PA-Link eine redundante IM157(MLFB:6ES7157-0AA81-0XA0)zu einem redundanten DP-Mastersystem(siehe Bild9im nachfolgenden Beispiel).Folge:Der Eigenschaftendialog für die PROFIBUS Schnittstelle der IM157wirdangezeigt.4Ändern Sie ggf.die vorgeschlagene Adresse der IM157im redundanten DP-Mastersystem.Folge:Nach dem Schließen dieses Dialogs wird ein Dialog zur Auswahl desunterlagerten Bussystems angezeigt.Schritt Tätigkeit5Wählen Sie hier PROFIBUS DP und bestätigen Sie mit OK.Folge:Das Y-Link wird in das redundante DP-Mastersystem eingefügt.DieÜbertragungsgeschwindigkeit des unterlagerten DP-Mastersystems ist auf500kBaud voreingestellt.6Falls Sie dieÜbertragungsgeschwindigkeit des unterlagerten DP-Master-systemsändern wollen,doppelklicken Sie auf dieses.Folge:Der Dialog mit denEigenschaften für das unterlagerte Bussystem wird angezeigt.Wählen Sie die Schaltfläche Eigenschaften...Folge:Der Dialog Eigenschaf-ten PROFIBUS wird angezeigt.Wählen Sie im Register Netzeinstellungen eineÜbertragungsgeschwindigkeitvon187,5kBaud bis1,5MBaud*)und bestätigen Sie mit OK.7Ziehen Sie aus dem Hardwarekatalog aus den Unterverzeichnissen vonPROFIBUS DP die gewünschten DP-Slaves zu dem unterlagerten DP-Master-system.8Konfigurieren Sie die DP-Slaves mit STEP7.*)Bei1,5MBaud beträgt die maximale Konsistenzlänge1Wort.HW-Konfigüberprüft bei der Projektierung der unterlagerten DP-Slaves die Einhal-tung des Mengengerüstes(siehe Kapitel3)und zeigt bei einerÜberschreitung eineentsprechende Fehlermeldung an.Bearbeitung der DP-Slaves im AnwenderprogrammAuf die Prozessdaten der DP-Slaves sollte im Anwenderprogramm nurüber dieProzessabbilder zugegriffen werden.Beispiel für die Projektierung eines Y-LinkBild9Y-Link im HardwarekatalogBild10Minimalkonfiguration einer S7-400H mit Y-Link5.2PROFIBUS-Adresse einstellenDefinitionJeder Busteilnehmer muss zur eindeutigen Identifizierung am PROFIBUS DP einePROFIBUS-Adresse erhalten.RegelnIm redundanten DP-Mastersystem gelten für die PROFIBUS-Adresse der IM157folgende Regeln:S Erlaubte PROFIBUS-Adressen sind:1bis125.S Für beide IM157muss die gleiche PROFIBUS-Adresse eingestellt werden.S Die PROFIBUS-Adresse darf in jedem PROFIBUS DP nur einmal vergeben sein.Im unterlagerten DP-Mastersystem verwenden die beiden IM157die Adressen1und2.Die erste mögliche Adresse für einen unterlagerten DP-Slave ist3.Benötigtes WerkzeugZum Einstellen der PROFIBUS-Adresse benötigen Sie einen Schraubendreher mit3mm Klingenbreite.Vorgehensweise1.Öffnen Sie die Fronttüren der IM157.2.Stellen Sie mit einem Schraubendreher die PROFIBUS-Adressen ein.Die PROFIBUS-Adresse ist die Summe der Werte aller Schalter,die sich in derStellung“ON”befinden(rechteSchalterstellung).Ändern der PROFIBUS-AdresseSie können die eingestellte PROFIBUS-Adresse jederzeitändern.Die neu einge-stellte PROFIBUS-Adresseübernimmt die IM157aber erst nach einem Aus-/Ein-schalten der DC24V-Versorgung.PROFIBUS-Adresse=126Sie können sich die Firmwareversion auf der IM157anzeigen lassen,wenn diePROFIBUS-Adresse126eingestellt ist.Tabelle3Anzeige der Firmwareversion5.3Hochlauf des Y-LinkLED-AnzeigenZu Beginn des Hochlaufs leuchten sämtliche LEDs der IM157für ca.eine Se-kunde.HochlaufverzögerungIm Hochlauf nimmt das Y-Link die DP-Slaves des unterlagerten DP-Mastersystemsin den Datenzyklus auf.Die DP-Slaves werden parametriert und konfiguriert unddie Eingänge der DP-Slaves werden eingelesen.Um einen reproduzierbaren Anlauf sicherzustellen,gibt das Y-Link während dieserPhase auf dem PROFIBUS DP CLEAR-Telegramme aus,d.h.die Ausgänge derDP-Slaves werden in einen sicheren Zustand versetzt.Das Hochlaufverhalten ist abhängig vom projektierten Anlaufverhalten bzgl.desAnlagenausbaus(siehe Tabelle4).Tabelle4Projektiertes AnlaufverhaltenProjektiertes Anlaufverhalten Ausgangsdaten werden vom Y-Link ausgegeben,wenn...Anlauf,wenn Soll-ungleich Ist-ausbau S alle DP-Slaves parametriert und konfiguriert sind, oderS die Hochlaufverzögerung abgelaufen ist und weni-ger DP-Slaves parametriert/konfiguriert als projek-tiert sind.Anlauf,wenn Soll-gleich Ist-ausbau S alle DP-Slaves parametriert und konfiguriert sind. Anmerkung:Werden innerhalb der Hochlaufverzögerungszeit nicht alle DP-Slaves konfiguriert/parametriert,wiederholt das Y-Link den Hochlauf automatisch.Der Status zur Hochlaufverzögerung kann im Byte141des Diagnosetelegramms ausgewertet werden.Anlaufdiagramm der IM157Im Hochlauf werden die beiden IM157unabhängig voneinander angesprochen:S Jeder DP-Master konfiguriert und parametriert seine IM157(unabhängig vom anderen DP-Master)und versendet die entsprechende Projektierung.S Im störungsfreien Betrieb wird diejenige IM157aktiviert,die am Teilsystem Ma-ster-CPU angeschlossen ist.S Sobald der andere DP-Master ebenfalls seine IM157fehlerfrei konfiguriert,pa-rametriert und die Projektierung vollständig versendet hat,steht die IM157mitder“redundanten Datenablage”als Reserve zur Verfügung(IM157ist passiv).Bei einem Ausfall der aktiven IM157ist sie in der Lage,die Bearbeitung derDP-Slaves fortzusetzen.Bild12zeigt eine vereinfachte Darstellung für das voneinander unabhängige Ver-halten der beiden IM157.Bild12Verhalten der beiden IM157bei Redundanz5.4Diagnoseüber LED-Anzeige Tabelle5Status-und Fehlermeldungen der IM157Tabelle5Status-und Fehlermeldungen der IM1575.5Diagnoseüber das AnwenderprogrammDiagnose mit S7DP-MasterDie IM157sendet die Diagnosedaten am PROFIBUS-DP gemäßEN50170,Vo-lume2.Die IM157verhält sich wie ein DP-Slave mit einem SIMATIC S7DP-Ma-ster.SFC13“DPNRM_DG”In einer SIMATIC S7lesen Sie die Diagnose aus mit dem SFC13”DPNRM_DG”.Informationen zum Anfordern der Diagnosedaten finden Sie im Handbuch STEP7Standard-und Systemfunktionen.Kapitelübersicht5.5.1Aufbau der Slave-DiagnoseDie Slave-Diagnose besteht aus max.188Byte(Byte0bis187)und gliedert sichwie folgt auf:Bild13Aufbau der Slave-Diagnose bei Redundanz5.5.2Stationsstatus1bis3DefinitionDer Stationsstatus1bis3gibt einenÜberblicküber den Zustand eines DP-Slaves(IM157)Stationsstatus1Tabelle6Aufbau von Stationsstatus1(Byte0)Bit Bedeutung Ursache/Abhilfe01:Der DP-Slave kann nicht vom DP-Master angesprochen werden.S Richtige PROFIBUS-Adresse am DP-Slave eingestellt?S Busanschluss-Stecker angeschlossen?S Spannung am DP-Slave?S RS485-Repeater richtig eingestellt?S Reset am DP-Slave durchführen11:Der DP-Slave ist für den Daten-austausch noch nicht bereit.S Abwarten,da DP-Slave gerade im Anlauf ist.21:Die vom DP-Master an den DP-Slave gesendeten Projektierungsda-ten stimmen nicht mit dem Aufbaudes DP-Slavesüberein.S Richtiger Stationstyp oder richtiger Aufbau des DP-Slaves in der Projektiersoftwareeingegeben?31:Es ist externe Diagnose vorhanden.(Sammeldiagnose-Anzeige)S Werten Sie die kennungsbezogene Dia-gnose,den Modulstatus und/oder die Sta-tus Message aus.Sobald alle Fehler beho-ben sind,wird das Bit3zurückgesetzt.Das Bit wird neu gesetzt,wenn eine neue Dia-gnosemeldung in den Bytes der o.g.Dia-gnosen vorliegt.41:Die angeforderte Funktion wird vomDP-Slave nicht unterstützt(z.B.Ändern der PROFIBUS-Adresseüber Software).SÜberprüfen Sie die Projektierung.51:DP-Master kann Antwort desDP-Slaves nicht interpretieren.SÜberprüfen Sie den Busaufbau.61:Der DP-Slave-Typ stimmt nicht mit der Software-Projektierungüberein.S Richtigen Stationstyp in der Projektiersoft-ware eingegeben?71:Der DP-Slave ist von einem ande-ren DP-Master parametriert worden(nicht von dem DP-Master,der imAugenblick Zugriff auf den DP-Slavehat).S Bit ist immer1,wenn Sie z.B.gerade mit dem PG oder einem anderen DP-Masterauf den DP-Slave zugreifen.Die PROFIBUS-Adresse des DP-Masters,der den DP-Slave parametriert hat,befindet sich im Diagnosebyte”Master-PROFIBUS-Adresse”.。